Zugegeben: eigentlich geht es hier um drei F-Wörter: Fans, Follower, Friends. Wenn ich diese Begriffe Social-Media-Neulingen erkläre, begegnen mir häufig fragende Gesichter. Das liegt daran, dass das Bild, was bei dem Wort „Fans“ bei vielen im Kopf entsteht, in Bezug auf Social Media falsch ist. Nein, da stehen keine jubelnden Menschenmassen, die ungeduldig darauf warten, dass Sie mit Ihrer Produktpräsentation anfangen (es sei denn, Sie haben auch im analogen Leben solche Fans, dann stimmt das Bild 😉 )
Ich packe den Begriff Fans zur Vereinfachung gerne mal zusammen mit den Followern in einen Topf: das sind Menschen, die sich für Ihre Meinung oder Ihre Dienstleistung interessieren. Anders verhält es sich mit den Friends: das sind Freunde, Menschen die Sie persönlich – sei es auf digitalem oder analogem Weg – kennen. Da erübrigt sich das „wie trete ich mit denen in Social-Media-Kontakt“ schnell: entweder die eigenen Freunde sind socialmediaaffin – dann werden sie bei Facebook, Twitter und Co. zu finden sein – oder sie sind es eben nicht. Schwieriger wird die Frage nach den Followern. „Wie finde ich die denn?“ lautet häufig eine Frage, und „wem soll ich folgen“?

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Party

und kennen keinen. Wie verhalten Sie sich? Ich persönlich stelle mich in die Nähe einer mir sympathischen Gruppen, die durch Körpersprache zeigt, dass sie für andere offen sind – also ich stell mich nicht neben einen geschlossenen Kreis 😉 – höre zu und versuche rauszufinden, ob es gemeinsame Interessen gibt. Wenn das so ist und sich dann noch die Gelegenheit ergibt, versuche ich, mich ins Gespräch einzuklinken. Genauso verhält es sich in den sozialen Medien: sympathische (potentielle) Follower ausgucken, die sich für ähnliche Themen interessieren, dann genau zuhören, beobachten und zu gegebenem Zeitpunkt interagieren.

„Sie können gut zuhören!!!“

– das ist ein gern gehörtes Kompliment. Machen Sie sich das bei Ihren Social-Media-Aktivitäten zum Gesetz: wenn Sie gut zuhören, finden Sie auch heraus, was die Menschen interessiert. Wenn Ihre Marke oder Ihre Dienstleistung bereits Thema im Social Web ist, sollten Sie ganz genau zuhören, was darüber gesagt wird. Und hinterfragen Sie: wer hat etwas gesagt, was genau wurde gesagt, wo (in welchem Umfeld) wurde es gesagt, und warum.

Sie wissen nicht, ob über Ihr Unternehmen schon gesprochen wird? Das sollten Sie schnell ändern, einen Überblick einiger Monitoring-Möglichkeiten gibt’s demnächst – an dieser Stelle 🙂